Historie

Historie

Die Geschichte des Betriebes begann im Jahre 1882.

Nachdem Johann Baptist Porzner mit seinem Fuhrwerk in Nürnberg Kohlen aus Stockheim ablieferte und dabei Italiener sah die Terrazoböden mit Donaukies herstellten, erinnerte er sich an die Kiesbänke am Main.

Johann Baptist Porzner(*1862+1904) gründete sodann zusammen mit seinem Vater (*1813 +1892) und Bruder Josef (*1846 + 1920) im nördlich von Bamberg gelegenen Zapfendorf das Geschäft „Porzner-Kies“.

Zunächst wurde eine Flussbaggerei im Main eröffnet, der Flusskies per Hand gewonnen, gegebenenfalls abgesiebt und verladen, sowie mit Pferdefuhrwerken zum Bahnhof Zapfendorf befördert, dort in Eisenbahnwaggons verladen und alsdann per Bahn vor allem nach Nürnberg zum Verbraucher transportiert.

Um auch tiefer unter Wasser abbauen zu können setzte die Firma 1896 erstmals auf dem Main einen handgetriebenen Eimerketten-Schwimmbagger ein.

An der Krankheit, die sich Johann Baptist bei der Rettung dieses Schwimmbaggers im Winter 1904 vor der Zerstörung durch eine Eisfuhr, zuzog, verstarb dieser mit 42 Jahren.

Nach dem Tode übernahm dessen älterer kinderlose Bruder Josef die Geschäftsleitung.
Während des 1. Weltkrieges ruhte der Betrieb, auch wegen des ruinösen Marktes dem viele anderen Kiesbetriebe ab 1910 zum Opfer fielen.

Nach dem Krieg 1919 starteten Johann Georg (*1900 +1960) und dessen ältester Bruder Josef II. (*1891 +1942) als Gebrüder Porzner das Geschäft mit Landbaggerei in Ebensfeld erneut.

Der Betrieb wurde mechanisiert – ein Dampfkran, Kiesschuten und Loren, Loks und Gleisanlagen für den innerbetrieblichen Transport wurden angeschafft.

Von 1900 bis 1929 fand das Material hauptsächlich als Gleisbettungskies für den Bau von Regionalbahnen großen Absatz, bis dieser aus technischen Überlegungen überraschend von gebrochenem Material ersetzt werden musste.

Das 1928 errichtete neue Kiessortierwerk, das Erste in Nordbayern, konnte nur überleben, da der Betonbau an Bedeutung gewann. Das Mainmaterial war geschätzt als Betonzuschlag – verstärkt auch in Thüringen und Sachsen.

Zum 1. Januar 1939 spaltete sich die Firma Gebrüder Porzner in zwei Unternehmen. Das eine mit Johann Georg (genannt Baptist) und seiner Frau Maria Porzner (geborene Lorber) Zapfendorf , in Zapfendorf , das andere mit Josef und Maria Porzner (geborene Kötzner) , in Ebensfeld und Breitengüßbach.

Viel Geschick bewiess Johann Georg Porzner auch, als ihm die Haft in einem Konzentrationslager erspart blieb und ihm wegen seiner kritischen Meinung 1939 als einziger arischer Betriebsleiter in Bayern vom Parteigericht “nur“ das Betreten seines Betriebes untersagt wurde, um seine Mitarbeiter nicht falsch zu beeinflussen.

Er erweiterte das Werk I anschließend wesentlich. Das Material wurde mittels Feldbahn von Unterleiterbach nach Zapfendorf befördert.

1950 nahm Johann Georg Porzner seine beiden Söhne Johann gen. Hans und Siegfried in das Unternehmen auf.

Nunmehr als Firma „Johann Gg. Porzner und Söhne KG, Zapfendorf“ firmierend, eröffnet diese 1955 in Zapfendorf – Gemarkung Klang – ein neues großes Kieswerk.

Nach dem Tode von Johann Georg Porzner 1960 setzten seine beiden Söhne das Unternehmen fort, seit 1978 mit der Betriebsfirma Porzner Kies GmbH.

Verschiedene Beteiligungen folgten, so wurde 1963 zusammen mit anderen Gesellschaftern in Bamberg das erste Transportbetonwerk errichtet.

1972 wurde das 44 Jahre alte unrentabel gewordene Werk I geschlossen.

1989 erfolgte die Umbenennung in die Gebrüder Porzner GmbH u. Co. als Besitzfirma und weiterhin der Fa. Porzner Kies GmbH als Betriebsfirma.

Ab 1992 schied Hans schrittweise als Gesellschafter und Geschäftsführer aus, seine Position übernahm dessen Sohn Thomas. In der Folge wurden in Zusammenarbeit mit dem Wasserwirtschaftsamt Bamberg die Abbaustellen in Wiesen, Ebing und die Laufverlängerung Unterbrunn in die Auenrenaturierung des Mains einbezogen.

1998 trat Siegfrieds Sohn Johannes in das Unternehmen ein. Ab diesem Zeitpunkt entstand als zweites Standbein das Naturstein-Zentrum Zapfendorf. Sand und Kies wurden um Zierkiese aus der ganzen Welt ergänzt und zusammen mit Natursteinpflaster, Mauersteinen, Findlingen und Gartendekor dient es seither als Versorger von privaten und gewerblichen Gartengestaltern in ganz Nordbayern.

2002 /2003 wurde mit der neuen Tochterfirma Ratanza GmbH u Co. KG das Kieswerk und die Estrichverladestation in Altendorf, der ehemaligen Fa. Blank, übernommen .

2004 erhielt die Firma den Deutschen Wiederherrichtungspreis für die hervorragende Rekultivierung der Abbaustelle Ochsenanger in Ebing sowie 2006 eine Urkunde vom Umweltministerium für vorbildliche Leistungen im Dienste der Umwelt.

2007 feiert die Firmengruppe als mittelständisches Familienunternehmen in der 5. Generation sein 125 jähriges Jubiläum.